Gedanken zur Kunst

MADAME OFFENBACH ERZÄHLT:MON MARI EST TOUJOURS EN VADROUILLE.MEIN MANN IST STÄNDIG AUF ACHSE

Freitag,15.November 2019,19.00 Uhr, Köln, Michael Horbach Stiftung,Wormserstr.23

Veranstaltet in Gemeinschaft mit dem Kunstsalon im Rahmen der Reihe „Musik in den Häusern der Stadt“.

Karten 20.-Euro an der Abendkasse und im Vorverkauf unter herwignowak@gmx.de

Inhalt s.o.

A I WEIWEI in Düsseldorf

Wer sich mit zeitgenössischer Kunst beschäftigt, trifft immer wieder auf den chinesischen Gegenwartskünstler A I WEIWEI.Es nimmt nicht wunder, dass sich auch die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen an gleich zwei Ausstellungsstätten den Künstler zu eigen macht und die Diskussion um ihn anregt. Dabei mögen sowohl die verwandten Sujets als auch deren künstlerische Verarbeitung als fremdländisch Aufmerksamkeit erregen.

 

Zunächst nimmt der Ausstellungsraum K 20 den Besucher durch ungewöhnlich  grossflächige Exponate auf dem Boden und an den Wänden gefangen. In dem beherrschenden Werk “Sunflower seeds“ wird die Bodenfläche der Ausstellungshalle in 650 Quadratmeter Grösse mit über 60 Millionen einzeln anfertigten, handbemalten Porzellanelementen ,Sonnenblumenkernen eben, in einer Höhe von ca.20 cm belegt. Der einzelne Kern verliert jedwede Bedeutung, was wirkt, ist die Masse.

 

Mit einer Anordnung von Holzsärgen, in denen geradegerichtete Moniereisenstangen liegen, wird an ein grosses Erdbeben erinnert, bei dem im Jahre 2008 70.000 Menschen darunter 5.000 Schulkinder ihr Leben liessen. Die hohe Anzahl toter Kinder wird auf eine nachlässige Ausführung des Schulgebäudes zurückgeführt, in dem die Kinder unterrichtet wurden. Die Begradigung des Eisens kann zwar das äussere Geschehen korrigieren, hält aber die Erinnerung an das fatale Geschehen fest.

 

Aufgereiht an 40 Kleiderständern werden die 2045 Kleidungsstücke gezeigt, die nach der Auflösung eines Flüchtlingslagers aufgefunden wurden. Sie konfrontieren den Besucher mit der Realität von Vertreibung und Flucht mit grosser Härte, geradezu Brutalität.

 

Die Düsseldorfer Ausstellung schildert politische Sachverhalte, die sie anklagt ,aber  deren Besserung oder Beseitigung sie nicht aufzuzeigen in der Lage ist. Insoweit ist sie Dokumentation, bei der sich fragt, ob sie mit künstlerischen Mitteln abgearbeitet wird. Insoweit sollte man hinter die Einleitung des Kurzführers der Ausstellung „Alles ist Kunst. Alles ist Politik“ ein Fragezeichen setzen. Insgesamt sehenswert, aber kein Sonntagsspaziergang.

Offenbach überstrahlt alles

–Eine Erwiderung

Intensiven Lesern der Kölner Stadtpresse wird in diesen Wochen der gründliche Verriss nicht entgangen sein, den das Flagschiff der Kölner Oper für das Offenbachjahr 2019 hat hinnehmen müssen: “Die Grossherzogin von Gerolstein“.Dabei steht die Übertragung des eigentlichen Inhalts des Stücks hin zu den Problemen unserer Tage im Mittelpunkt der Kritik. Offenbach`s Soldaten werden zu Waldbesetzern im Hambacher Forst und kämpfen für den Goldenen Frosch. Weitere Aktualisierungen in der Aufführung sind wohlfeil.

Die Inszenierung folgt damit Zeitgeist. Denn die Übertragung der eigentlichen Inhalte künstlerischer Werke in die Jetztzeit oder ihre Anreicherung mit Problemen von heute ist üblich geworden und wird grundsätzlich akzeptiert. Warum sollte man auch nicht alten Problemen ein neues Kleid überziehen und sie so aktualisiert darbieten? Freilich sollte damit nur die Verpackung geändert, aktualisiert sein, die eigentliche Problemstellung die geschildert werden soll, muss sakrosankt bleiben. Und das gelingt im vorliegenden Falle meisterhaft sowohl bezogen auf die beabsichtigte Kritik an militärischem Gehabe als auch ,bezogen auf die kleinstaatliche Wichtigtuerei. Dabei ist die Bühne in bester Offenbachscher Manier von grösstem Leben erfüllt, sie kommt keinen Moment zur Ruhe. Allgegenwärtig beleben waldschratartige Geschöpfe krabbelnd und kraxelnd, auch tanzend, das farbenfrohe Bühnenbild. All`das entbehrt keineswegs des Witzes ,wenngleich man hier vielleicht treffender von Jeckereien sprechen sollte.

Und dazu Offenbachsche Musik. Sie überstrahlt alles. Mit der Ouvertüre beginnend, wird der Zuhörer von einem Strom von Melodien umspült. Sie tragen das Stück nicht zuletzt ,weil sie von Francois-Xavier Roth mit französischer Leichtigkeit dargeboten werden .Welch`geistreicher Wohlklang, der sich übrigens auch bei der WDR 3- Übertragung am 23. Juni 2019 einstellte, wo der Zuhörer seine Aufmerksamkeit allein der Musik widmen konnte.

Herwig Nowak

Offenbach-der Spötter

„Unsere Stadt ist voll von Offenbach“, so könnte man sagen. Die Kölner Offenbach-Gesellschaft, auch die Kölner Oper und manch` anderer Veranstalter überbieten sich fast in der Erinnerung an den geborenen Kölner, der in Paris musikalischen Ruhm erlangte. Wen wundert, dass sich auch die „Freunde des Institut francais Köln e.V.“ in nicht wenige als 10 Präsentationen des Themas annehmen.

Die jüngste war eine literarische, bei der Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums in Frankfurt, das grundlegende Werk über den Komponisten “Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit“ von Siegfried Kracauer auszugsweise vortrug. Bei der Interpretation des Werks assistierte ihr kenntnisreich der Kölner Journalist Dr. Axel Bornkessel. Zwei Offenbach Spezialisten hatten also das Wort.

Allein eine solche Präsenz verheisst schon Besonderes. Sie wurde getoppt durch die spezielle Thematik des Abends. Sie nämlich galt einem Wesenszug des Meisters, den man nicht entschieden genug in den Vordergrund rücken kann. Offenbach- sicherlich gemeinsam mit seinen Librettisten- war ein sehr kritischer Begleiter seiner Zeit. Viele Werke von ihm verstehen sich inhaltlich und musikalisch dadurch, dass er seiner Zeit den Spiegel vorhält, sie satirisch betrachtet. Und diese Satire ist das Salz in der textlichen und musikalischen Suppe. Ohne ihr Verständnis bleibt die Musik Offenbach schön und schmissig, aber wertvoll wird sie erst durch die Satire. Die charmante Referentin machte diese Aussage an zwei Operetten fest: dem „Pariser Leben“ und der“ Grossherzogin von Gerolstein“.Das „Pariser Leben“, die zauberhafteste aller Hymnen auf eine Stadt, ist dennoch geprägt von einer tiefen Skepsis den Despoten, Helden und selbst den Göttern gegenüber, die musikalisch von einer rauschhaft schönen Musik begleitet wird. Noch ironischer vielleicht die „Grossherzogin von Gerolstein“, die die deutsche Kleinstaaterei, die Militärisches und die den kaiserlichen (russischen)Hof aufs Korn nimmt und voll ist von Seitenhieben damals aktuellen, politischen Inhalts. Vieles davon lässt sich auf unsere Jetztzeit übertragen.

Herwig Nowak

Die Künste sind stärker

Dass der diesjährige Europawahlkampf lethargisch, ja sogar lieblos geführt würde, kann man so nicht wirklich sagen. Kölns Ausfallstrassen sind gut bestückt mit Plakaten und Aufstellern zu diesem Anlass. Dass diese allerdings den Bürger zu einem europafreundlichen Wahlverhalten animieren könnten, ist auch nicht unbedingt der Fall. Denn manche Aussagen sind wenig europabezogen, nicht europaspezifisch genug, und könnten in jedem anderen Wahlkampf ähnlich getroffen werden. Andere wiederum sind so detailverliebt, dass sie in einem solchen Wahlkampf um das politische Schicksal eines Kontinents fehl am Platze sind.

Da bieten die Künste–und hier ist an die Musik im besonderen zu denken– ein anderes Bild. Erwähnt seien zwei Konzerte mit europapolitischer Zielsetzung, die in diesen Wochen zu Gehör kamen.

Im Rahmen seiner Konzerte zur Spitzenklassik liess der WDR als „Musik im Dialog“ ein sog. Sprachkonzert, also eine Veranstaltung, bestehend aus Vortrag und Musik, zur Aufführung bringen. Ferdinand von Schirrach zeigte in seinem Sprachteil die europäischen Werte auf, die es zu verteidigen gilt. Er setzt sich für eine europäische Verfassung ein mit dem Recht des Menschen auf eigene Daten, eine unversehrte Umwelt und dem Schutz wirtschaftlicher Privatinteressen. Der musikalische Teil des Sprachkonzerts macht das absolute Gegenteil zum Thema: Bela Bartoks Operneinakter “Herzog Blaubarts Burg“ mit einem menschenmordenden, bestialischen Lust-und Gewaltmenschen als Herzog. Nur die hohe musikalische Qualität der Interpreten liess die Grausamkeit des Stückes erträglich werden.

Noch intensiver machte ein Extrakonzert des Gürzenich- Orchesters die Werte klar, die wir in Europa zu verteidigen haben.Werke von Joseph Haydn, Camille Saint Saens und Ludwig von Beethoven als Klassiker und solche der Modernisten György Ligeti und Shanin Najafi kamen zu Gehör. Sie waren ausgesucht worden unter dem Gesichtspunkt ihre Repräsentanz für multikulturelles Künstlertum und Kulturgeschehen in Europa. Europa wird hier gelebt in der facettenreichen Vielfalt der Musik selbst, der Vita der Komponisten und jener der Interpreten. Alles in allem ein grossartiges konzertantes Erlebnis.

Der Zuhörer aber verlässt die Konzerte in einem Zustand heilsamer Läuterung. Die Musik macht ihm klar, was Europa ist, für was es lohnt, sich zu engagieren und was erhalten werden muss.

Herwig Nowak

Der Apfel vor dem Sündenfall

– Eindrücke von der ART COLOGNE ´19 –

Wer eine Kunstmesse beschreiben, ja bewerten will, wird sich zunächst der Kunst selbst, dann möglicherweise dem Rahmen, der Inszenierung, in der die Kunst dargeboten wird, widmen. Wer über die diesjährige ART COLOGNE resümieren will ,kann die umgekehrte Reihenfolge wählen. Denn keine der jüngeren Veranstaltungen bot sich so ansprechend inszeniert dar, wie die diesjährige. Ansprechend. Da sind zunächst die drei grossen Rekreationsflächen zu nennen, die dem müden Messebesucher Erholung boten. In angenehm-attraktiver Farbgebung gehalten, werden sie von Ausstellungskojen umgeben, deren Bildexponate den Raum mitgestalten und den Eindruck vermitteln, in einem grossen Kunstmuseum zu sein. Auch die generelle Schwarz-Weiss- Ausgestaltung von Wänden und Decken-schwarz die Decken, weiss die Wände der Kojen-, vermitteln einen aufgeräumten, sauberen Eindruck. Dabei trägt die Konzentration der Messe auf nur zwei Etagen zu grösserer Überschaubarkeit des Angebots bei und ist positiv zu werten. Allerdings ist die Unterteilung der Etagen in Modern, Post-war und Contemporary  einerseits(Halle 11.1) und Contemporary Art andererseits(Halle 11.2) eher im Sinne der Bildung von Ausstellungsschwerpunkten zu verstehen und lässt künftig eine grössere Stringenz erhoffen.

 

Und was ist mit der Kunst selbst? Zunächst: Die Reduzierung der Anzahl der Aussteller auf 177 Galerien tut einem weiten Angebot an Kunst keinen Abbruch. Ihre Vielgestaltigkeit steht allerdings einer detailierten Aussage und Bewertung im Rahmen unseres Exkurses entgegen. Das gemalte Bild als Raumschmuck in normaler Grösse bildet das Schwergewicht der künstlerischen Darstellungen auf dieser Messe .Dabei mag man gewisse Trends  erkennen. Etwa den, das Glas zum Gegenstand der künstlerischen Aussage selbst zu machen und nicht nur als Schutzschicht eines Bildes zu verwenden .Akrylglas, rückseitig bemalt, führt zu  neuen, ungewohnten “sehenswerten“, bisweilen philosophischen Bildinhalten. Hier sei auf Claire Fontaine“ Werk “Evil/Good“ als verglaste LED beleuchtete Lichtbox aufmerksam gemacht. Bildlich anknüpfend an das allbekannte Firmenlogo des angebissenen Apfels, wird hier der heile, unbeschädigte Apfel ,also jener vor dem Sündenfall, in seiner natürlichen Schönheit, Unberührtheit, Vollkommenheit dargestellt, nichts anderes. Die Kunst heilt Wunden und führt zum Heil der Menschheit. Eine schöne philosophische Botschaft ,die allein schon den Besuch der ART COLOGNE rechtfertigt.

Herwig Nowak

 

Das extraordinäre Konzert

Klavierabend „250 piano pieces for Beethoven“ mit Susanne Kessel

Eigentlich schon seit Jahren kann die Pflege des künstlerischen Erbes Ludwig van Beethovens in der südlichen Nachbarstadt Kölns Aufmerksamkeit beanspruchen. Mit grosser Intensität und ebensolchem Ideenreichtum wird in Bonn des grossen Sohnes der Stadt gedacht. Dabei war es zunächst weniger die städtische Administration als das Bonner Bürgertum, zusammengeschlossen in den “Bürgern für Beethoven“, das sich für Erhalt und Fortführung des alljährlichen Beethovenfestes stark machte.

In den Rahmen dieser Bemühungen passt sich ein aussergewöhnliches Konzert ein, das anlässlich des diesjährigen Todestages Beethovens am 26. März 2019`im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses gegeben wurde. Angekündigt als ein Gesprächskonzert, war ein Ereignis zu erleben, das nach Inszenierung und künstlerischer Aussage seinesgleichen sucht. Beides führt sich auf die Bonner Pianistin Susanne Kessel zurück, die für das Konzept und seine Durchführung verantwortlich war. Konzeptionell bestand das Konzert aus mehreren Blöcken. Jeder von ihnen rankte sich um ein Stück von Beethoven, das zunächst gespielt und dann von mehreren zeitgenössischen Komponisten im Rahmen jeweils eines neu komponierten Klavierstückes musikalisch beleuchtet wurde. Dabei kamen teils sehr junge, aber hauptsächlich renommierte ältere Komponisten zu Gehör. Es entstanden Klanggemälde von grösster Vielfalt, die dem Abend einen lebhaften, sehr vielartigen, ja noch nicht gehörten musikalischen Charakter gaben. Zum Verständnis einzelner Stücke trugen verbale Interpretationen bei, die Prof. Dr. Rainer Nonnenmann und auch Susanne Kessel selbst beisteuerten. Insgesamt waren an diesem Abend 17 Neukompositionen zu hören; darunter 7 Uraufführungen.

Der Abend lässt eine gewisse Fortführung im kommenden Jahr zum 250 sten Geburtstag Beethovens erwarten. Denn zu diesem Anlass hat Susanne Kessel 250 Komponisten aus aller Welt persönlich beauftragt, jeweils eine Komposition zu Ehren Beethovens zu schreiben. Alle Bereiche der Musik sollen insoweit zu ihrem Recht kommen und Beethoven zeitgenössisch interpretieren. Die Werke werden in Form von Notenbänden und CDs veröffentlicht und von Susanne Kessel in Konzerten dargeboten. Derzeit liegen bereits 194 Kompositionen von Komponisten aus 45 Ländern vor. Unterstützung des Vorhabens durch Sponsoring ist willkommen(susannekessel@gmx.de;www.250-pieces-for beethoven.com).

Herwig Nowak

Kunst voll: Dresden

Es gibt nicht wenige Reisende nach Dresden, die der Stadt ihren Besuch in der nostalgischen Erwartung abstatten, dort Erinnerungen an das, was man als Kommunismus bezeichnete, zu erleben.

Kunstinteressierte  Besucher indes spüren der Stadt ob ihrer Bedeutung auf kunstschaffendem und kunstdarbietenden Gebiet nach. An sie richten sich die nachfolgenden Zeilen. Sie werden derzeit nicht enttäuscht.

Denn mit der Ausstellung „Zukunftsträume Kandinsky, Mondrian, Lissitzky abstrakt-konstruktive Avantgarde in Dresden 1912-1932“,die derzeit im Dresdner Albertinum gezeigt wird, wird eine der grossen kunstorientierten Epochen der Stadt in die öffentliche Wahrnehmung zurückgerufen.

Eigentlich sind es drei Fundamente, auf denen der damalige künstlerische Ruhm der Stadt beruhte. Zunächst war es eine kleine aber überaus aktive Gruppe von Kunstgalerien, die sich dem sachlich-modernen Stil zuwandten. Sie waren stilbildend-mutig dem Neuen zugewandt. Nicht weniger mutig und stilorientiert war die ebenfalls kleine Gruppe Dresdner Sammler. Und dann war da die schon grössere Gruppe der Künstler, möglicherweise auf Dresden aufmerksam geworden durch die angedeuteten günstigen Arbeitsbedingungen, die sich der Stadt zuwandten. Darunter waren auch jene Künstler, die wir heute zu den ganz grossen der Zeit zählen: Lyonel Feininger, Piet Mondrian, Wassily Kandinsky, Kurt Schwitters, um nur einige zu nennen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Arbeitsweisen und der Aussagen der Künstler en detail, die die Künstler z.T. bereits seit früheren Betätigungen -etwa beim Bauhaus-praktizierten, lässt sich doch eine Kunstrichtung ausmachen, die wir heute mit den Adjektiven abstrakt-konstruktiv bezeichnen. Sie war bestimmt durch grafisch, mathematische Darstellungen im Bildnerischen. Aber weitere Kriterien lassen sich festmachen. Da ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Bild-Fläche, Bild- Raum. Da ist die Breite der künstlerischen Betätigung, die sich auch auf Möbel, Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände bezog. Und da sind die kunsttheoretischen Arbeiten zu nennen, die sich etwa mit der Abgrenzung von Kunst und Design beschäftigen.

 

Wer sich also mit den Wurzeln unserer heutigen künstlerischen Aussagen beschäftigt, dem sei ein Besuch der Dresdner Ausstellung empfohlen.

 

Herwig Nowak